
Wie ASSIDU die Arbeitsweise mit der IT verändert hat.
Die Informatik internalisieren: vom externen Dienst zur strategischen Unternehmenskompetenz
In den letzten Jahren hat sich die Rolle der Informatik in Unternehmen grundlegend gewandelt. Von einer vorwiegend unterstützenden Funktion für die operativen Tätigkeiten ist die IT zu einem zentralen Element für Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Innovationsfähigkeit geworden.
In diesem Umfeld stellt die Internalisierung der Informatik für viele Organisationen eine strategische Entscheidung dar: Sie bedeutet, Kompetenzen, Wissen und Verantwortlichkeiten ins Unternehmen zurückzuholen, die zuvor ganz oder teilweise externen Dienstleistern anvertraut waren.
Das Ziel ist nicht einfach, «intern zu erledigen, was früher ein Dienstleister erledigte», sondern eine interne technologische Kompetenz aufzubauen, die direkt mit den Zielen und Prozessen des Unternehmens verknüpft ist.
Das Unternehmen kennen, um die Technologie besser zu gestalten
Einer der wichtigsten Vorteile der Internalisierung ist die Möglichkeit, ein direktes und vertieftes Wissen über die Organisation aufzubauen.
Ein internes IT-Team lernt mit der Zeit die Prozesse, die Menschen, die Bedürfnisse der verschiedenen Abteilungen und die täglichen Schwachstellen kennen. Dieses Wissen ermöglicht es, nicht nur das technische Problem zu beheben, sondern auch dessen Ursache und Auswirkungen auf das Geschäft zu verstehen.
Die Technologie wird so stärker mit den Bedürfnissen des Unternehmens verzahnt.
Eine interne Fachperson fragt sich nicht nur «Wie kann ich dieses Problem lösen?», sondern kann dazu beitragen, eine umfassendere Frage zu beantworten:
«Wie können wir die Technologie nutzen, um diesen Geschäftsprozess zu verbessern?»
Genau dieser Schritt verwandelt die IT von einer reinen Unterstützungsfunktion in einen echten Partner des Business.
Mehr Kontrolle über Informationen und Systeme
Internalisieren bedeutet auch, die Kontrolle über die technologische Infrastruktur und das Wissen über die Unternehmenssysteme zu erhöhen.
Dokumentation, Konfigurationen, Abläufe, Architekturen, Kompetenzen und Wissen bleiben nicht ausschliesslich in den Händen externer Akteure, sondern werden zum Vermögen der Organisation.
Dieser Aspekt gewinnt besonders an Bedeutung in einem Umfeld, in dem Daten, Cybersicherheit, Betriebskontinuität und regulatorische Konformität ein immer grösseres Gewicht haben.
Interne Kompetenzen ermöglichen es zudem, folgende Bereiche direkter zu überwachen:
- Infrastruktur und Systeme;
- Unternehmensanwendungen;
- Verwaltung von Benutzern und Zugriffen;
- Informationssicherheit;
- Backup und Betriebskontinuität;
- Daten und Integrationen zwischen Systemen;
- technologische Weiterentwicklung des Unternehmens.
Die Internalisierung ermöglicht somit den Aufbau einer grösseren technologischen Autonomie und verringert die Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern.
Schnellere Entscheidungen und Interventionen
Ein weiteres wichtiges Element ist die Geschwindigkeit.
Wenn eine IT-Funktion vollständig ausgelagert ist, kann jedes Anliegen das Eröffnen einer Anfrage, die Analyse durch den Dienstleister, die Festlegung von Prioritäten und in manchen Fällen eine Wartezeit je nach Verfügbarkeit der Ressourcen erfordern.
Mit einem internen Team ist die Beziehung zu den Nutzerinnen und Nutzern und zu den verschiedenen Unternehmensfunktionen hingegen direkt.
Dies ermöglicht es:
- die Bedürfnisse schneller zu verstehen;
- Prioritäten entsprechend den Unternehmenszielen festzulegen;
- bei Schwachstellen rasch einzugreifen;
- Projekte von der Idee bis zur Umsetzung zu begleiten;
- Lösungen leichter an die Bedürfnisse der Organisation anzupassen.
Die Nähe zwischen IT und Business verkürzt so den Weg zwischen Bedürfnis, Entscheidung und Umsetzung.
Vom Problemmanagement zur Prävention
Eine interne IT kann zudem einen wichtigen kulturellen Wandel fördern: den Übergang von einem vorwiegend reaktiven zu einem präventiven Management.
Da das Team die Unternehmensumgebung direkt kennt, kann es die Systeme überwachen, wiederkehrende Schwachstellen erkennen und Verbesserungsmassnahmen planen, bevor ein Problem zu einer Betriebsblockade wird.
Der Fokus verlagert sich somit vom blossen «Störung beheben» zum «Verhindern, dass die Störung auftritt».
Dieser Ansatz kann zu stabileren Systemen, kürzeren Ausfallzeiten und einer besseren Kontinuität der Geschäftstätigkeit führen.
Internalisieren heisst nicht, alles intern zu erledigen
Es ist wichtig zu betonen, dass die Internalisierung der Informatik nicht zwingend bedeutet, auf externe Dienstleister vollständig zu verzichten.
Im Gegenteil: Ein wirksames Modell kann eine Kombination aus internen Kompetenzen und externem Spezialwissen vorsehen.
Das Unternehmen behält intern das Wissen über die eigenen Prozesse, das Prioritätenmanagement, die Koordination und die strategischen Kompetenzen, während es für besonders spezifische Tätigkeiten oder vorübergehende Bedürfnisse auf spezialisierte Partner zurückgreifen kann.
So wird der externe Dienstleister zu einem spezialisierten Partner und nicht zum einzigen Träger des technologischen Wissens des Unternehmens.
Der Unterschied ist wesentlich: Das Unternehmen behält die Kontrolle und entscheidet, wann und wie es externe Kompetenzen nutzt.
Eine Investition in die Menschen
Einer der bedeutendsten Aspekte der Internalisierung betrifft schliesslich die Menschen.
Ein internes IT-Team aufzubauen bedeutet, Kompetenzen zu schaffen, die mit dem Unternehmen wachsen. Die Tag für Tag gesammelte Erfahrung wird zum organisatorischen Vermögen und trägt zum künftigen Wachstum bei.
In die IT zu investieren bedeutet somit auch, zu investieren in:
- Ausbildung;
- technologische Weiterbildung;
- berufliche Entwicklung;
- Wissensaustausch;
- Innovationsfähigkeit.
Das Ergebnis ist nicht nur, jemanden zu haben, der «die Computer verwaltet», sondern eine Struktur zu schaffen, die das Business versteht und es in seiner digitalen Entwicklung begleitet.
Eine strategische Entscheidung für die Zukunft
Die Internalisierung der Informatik sollte daher nicht ausschliesslich unter Kostengesichtspunkten betrachtet werden, sondern vor allem unter dem Aspekt von Wert, Kontrolle, Autonomie und Innovationsfähigkeit.
Ein Unternehmen, das interne IT-Kompetenzen aufbaut, kann seine Systeme besser kennen, bewusstere Entscheidungen treffen, sein Informationsvermögen besser schützen und schneller auf neue Bedürfnisse reagieren.
Das eigentliche Ziel ist nicht, einfach einen externen Dienstleister durch eine interne Ressource zu ersetzen.
Es geht darum, eine IT-Funktion aufzubauen, die das Unternehmen kennt, seine Ziele teilt und konkret zu seinem Wachstum beiträgt.
Die Informatik zu internalisieren bedeutet letztlich, die Technologie von einem notwendigen Dienst in eine strategische Kompetenz und ein Vermögen des Unternehmens zu verwandeln.
